Stressabbau

Auch wenig Bewegung baut Stress ab.

Selbst kurze körperliche Betätigung senkt schon das Risiko, an den Folgen von Stress zu leiden. Schon 20 Minuten Bewegung in der Woche können körperlich und geistig fit halten, so britische Sportwissenschaftler. In einer Studie (Scottish Health Survey) zeigten die Forscher, dass diese kurzfristigen körperlichen Betätigungen ganz unterschiedlicher Natur sein können – putzen, im Garten arbeiten, joggen. Am effektivsten ist danach aber reiner Sport.

Stressabbau

Für die im British Journal of Sports Medicine veröffentlichten Studie hatten die Forscher fast 20.000 Männer und Frauen zu ihrem seelischem Zustand befragt, von denen 3000 unter Stress und Angst litten. Aktivitäten wie Haus- und Gartenarbeit, Joggen und Sport senkten die Stressanfälligkeit der Betroffenen anschließend deutlich. Hausarbeit und Walking senkten das Risiko für Angst und Stress um 13 bis 20, Sport sogar um 33 Prozent.

Zudem kamen die Studienautoren zu dem Ergebnis, dass diese Kurzzeitaktivität auch das Risiko senkt, an Krebs, Demenz oder Depressionen zu erkranken. Die Forscher stellten außerdem fest, dass 20 Minuten wöchentlich das Minimum an Bewegung ist, das nötig ist, um den gesundheitlich gewünschten Effekt zu erzielen. Machten die Testpersonen länger und mehr Sport, vergrößerte sich jedoch auch der Effekt.

Wir haben für Sie noch mal fünf Gründe für Bewegung zusammengefasst:

  • 1. Bewegung fördert die Entgiftungsprozesse, indem die Bildung von Enzymen angeregt wird, die Schadstoffe und Stoffwechselabfälle abbauen und damit den Körper "entgiften".
  • 2. Der Neurotransmitter / Stresshormon-Tonus wird nach vorübergehendem Anstieg stärker abgesenkt als ohne Sport.
  • 3. Die erhöhte Stoffwechselaktivität führt zu vermehrter Fettverbrennung. Hierbei sind folgende Stoffe beteiligt: Das HGH/Wachstumshormon wird mit Sport vermehrt gebildet und wirkt u. a. fettverbrennend: Der Cortisol/Testosteron/Adrenalinanstieg durch Sport führt zu einer Lipolysesteigerung, d.h. zur Fettverbrennung.
  • 4. Psychologisch lenkt Sport die Konzentration von den Tagesereignissen weg auf die körperliche Anstrengung.
  • 5. Die Freisetzung von körpereigenen Opiaten durch Sport erzeugt ein "Glücksgefühl".